Mosel Camino 

Beim Mosel Camino handelt es sich um einen Jakobspilgerweg, welcher in Koblenz-Stolzenfels startet und bis nach Trier in die St. Matthias Kirche verläuft. Er ist Teil des Jakobus-Pilgerweges, der dann in Spanien in Santiago de Compostela endet. 

 

Die Tagesetappen sowie Übernachtungen auf dem Mosel Camino wurden im Vorfeld geplant und gebucht, da die Übernachtungsmöglichkeiten recht eingeschränkt sind und auch aufgrund von Corona Spontane Übernachtung nicht möglich sind.   

 

Für Informationen zu den Etappen und dem Streckenverlauf empfehle ich das Outdoor Buch: Mosel-Camino vom Conrad Stein Verlag. Hier stehen auch die Streckenverläufe als GPS-Tracks kostenlos zur Verfügung, welche ich in komoot zur besseren Navigation abgespeichert habe.


Mosel Camino

von

Koblenz nach Trier

160 km

Vom 5.7.2020 bis 10.7.2020

Etappenplanung Mosel Camino mit Übernachtungen (Hotels sind verlinkt)

 

5.7.2020 Tag 1. Koblenz - Hatzenport 22.6 km Gasthaus zur Traube

6.7.2020 Tag 2. Hatzenport - Beilstein 27.8 km Hotel Lippmann "Am Klosterberg"

7.7.2020 Tag 3. Beilstein - Enkirch 28.9 km Ferienhaus Moselglück

8.7.2020 Tag 4. Enkirch - Onsann-Monzel 24.8 km Apartment Altes Winzerhaus

9.7.2020 Tag 5. Onsann-Monzel - Schweich 32.4 km Mittlers Restaurant Hotel

10.7.2020 Tag 6. Schweich - Trier 20.2 km


5.7.2020 Tag 1. Koblenz - Hatzenport 23 km GPS

Heute Morgen sind wir um 10.30 Uhr in Koblenz Stolzenfels gestartet. Zunächst ging es den Berg bis zur Burg hinauf. Das Wetter war sonnig, schwül aber zum Glück windig, was zur Abkühlung beitrug. Viele Passagen waren uns schon durch die Traumpfade bekannt, welche Häufig auf dem Jakobsweg verlaufen. Gemütlich ging es durch Feldwege, Waldpassagen und Weinberge. Gegen 16 Uhr erreichten wir Hatzenport und unser Hotel. Durch die recht schwachen Bewertungen 6 von 10 Punkten bei booking.com, waren wir ja schon gut auf die Unterkunft vorbereitet. Das diese jedoch so verwohnt und heruntergekommen war schockierte uns jedoch sehr, zumal für das Zimmer 60.-€ berechnet werden. Selbst 20.-€ wären hier noch zu teuer. Wählt daher lieber eine andere Unterkunft aus. 


6.7.2020 Tag 2. Hatzenport - Beilstein 29.5 km GPS

Um 8 Uhr gab es zuerst einmal ein Frühstück im Hotel. Das Essen war ganz ok und machte satt. Der Weg verlief entlang dem Traumpfad (Hatzenporter Laysteig) den Berg steil nach oben. Zunächst über Felder ging es dann durch den Wald steil hinunter zur Burg Eltz. Auf den 16.5 km bis Treis-Karden hatten wir schon über 550 Höhenmeter. Hier gönnten wir uns unsere erste Pause. Im Edeka kauften wir Getränke und belegte Brötchen und verspeisten diese auf einer Bank mit Moselblick. Nach weiteren 9 km und erneuten steilen An- und Abstiegen erreichten wir das Kloster Maria Engelport. Auf schmalen Waldpfaden wanderten wir dann überwiegend bergab bis tief hinunter nach Beilstein. Um 16 Uhr erreichten wir unser Hotel. Das Hotelzimmer ist deutlich schöner als das von gestern Nacht. Zudem gibt es im Obergeschoss einen großen Wellnessbereich mit mehreren Saunen und einem Ruhebereich mit tollem Ausblick auf die Burg Metternich. 


7.7.2020 Tag 3. Beilstein - Enkirch 27 km GPS

Nach einem tollen und reichhaltigen Frühstücksbuffet im Hotel sind wir um 9.30 Uhr aufgebrochen. Zunächst ging es auf einer kurvenreichen Landstraße 2 km den Berg hinauf. Trotz der vielen Wegvariationen verlaufen leider immer wieder Teilstücke der Jakobswege direkt auf der Landstraße ohne Seitenstreifen. Die Autos und Motorräder fahren meist sehr schnell und schneiden die Kurven. Hier wird man leicht übersehen, was sehr gefährlich ist. Endlich konnten wir die Landstraße verlassen und in einen schmalen bewachsenen Waldweg abbiegen. Ich habe mir morgens meine Beine und Strümpfe immer gut mit Anti-Brumm Forte eingesprüht, um einen Zecken- oder Bremsenbiss zu vermeiden. Auch heute war ich zum Glück wieder Zeckenfrei. Kurz bevor man in Bullay das Ufer wechselt, haben wir eine Pause an einem Pavillion gemacht, welcher mit Weinreben überwachsen war. Nach dem Aufstieg zur Marienburg gab es eine herrliche Aussicht auf Pünderich und die Moselschleifen. Um 16:30 Uhr erreichten wir unsere Ferienwohnung in Enkirch.


8.7.2020 Tag 4. Enkirch - Onsann-Monzel 27 km GPS

In einer Bäckerei direkt neben der Ferienwohnung haben wir gefrühstückt. Dann ging es wieder einmal direkt mit vollem Magen steil und langgezogen bergauf, mit zum Teil großen Treppenstufen auf dem Weg zur Ruine Grevenburg. Das Wetter war heute von Anfang an recht trüb. Mehrfach gab es über den Tag verteilt Nieselregen. Von der Temperatur her war es jedoch sehr angenehm. In Trarbach gab es die erste kurze Pause, bevor wir weiter nach Bernkastel-Kues aufgebrochen sind. Dort angekommen, genossen wir unseren im Edeka gekauften Jogurt auf einer ruhigen Bank. Von hier aus waren es dann nur noch knapp 10 km bis zu unserem Etappenziel in Onsann-Monzel. Im einzigen geöffneten Restaurant, gab es dann noch ein Stärkendes Abendessen. 


9.7.2020 Tag 5. Onsann-Monzel - Schweich 29.5 km GPS

In der Metzgerei neben unserer Unterkunft hatten wir uns Brötchen zum Frühstück belegen lassen. Eine Kaffeemaschine mit Pads stand im Zimmer zur Verfügung. Heute Morgen war es bereits sehr sonnig und warm. In Klausen haben wir unseren ersten kurzen Kaffee Stopp eingelegt, bevor es dann weiter nach Klüsserath ging. Dort legten wir eine Mittagspause in einer winzigen Pizzeria ein, übriges auch das einzige Lokal was im Ort vorhanden war. Einen Supermarkt oder kleinen Laden/ Kiosk gab es leider nicht. Zu diesem Zeitpunkt war es schon sehr heiß und wir mussten erneut reichhaltig Sonnenschutz auftragen um am Abend nicht als Grillhähnchen zu enden. Auf dem Weg nach Schweich sind wir dann in eine riesige Schafsherde gelaufen. Die Tiere wurden gerade von Schäfer auf eine andere Weide getrieben. Von hier an ging es dann nur noch Berg ab, bis wir schließlich in Schweich und unserem Hotel angekommen sind. Gegenüber befindet sich ein großer Edeka wo wir Verpflegung kaufen können. 


10.7.2020 Tag 6. Schweich - Trier 17 km GPS

Heute Morgen gab es ein reichhaltiges und leckeres Frühstücksbuffet im Hotel. Der Weg war heute recht eintönig und führte entlang der Straße und durch Wohngegenden bis zur Porta Nigra. Hier tranken wir in Ruhe einen Kaffee, bevor es auf die letzten 2.5 km durch die Fußgängerzone bis zur Matthias Kapelle und dem Ende unserer Wanderung ging. Mit dem Zug fuhren wir dann vom Bahnhof Trier-Süd, welcher 800 m von der Matthias Kapelle entfernt ist 1.5 Stunden für 29.-€ (für zwei Personen) zum Koblenzer Hbf. 


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